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Mitgliederversammlung des Fördervereins Christoph 7

 

Mehr als nur Vereinsarbeit
Förderverein der Luftretter wählt neuen Vorstand
 

Acht Jahre lang unterstützt der Förderverein der Luftrettungsstation „Christoph 7“  nun schon die Arbeit der Luftrettung in Nordhessen und die Zusammenarbeit der Rettungskräfte untereinander. Und dies sehr erfolgreich. Ob wichtige Aus- und Fortbildungsmaßnahmen, notfallmedizinische Ausrüstung oder Einsatzbekleidung – die Unterstützung für die Luftrettung um „Christoph 7“ und damit für die Bevölkerung  ist vielfältig.

So konnte Peter Stahl, Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins anlässlich der diesjährigen Mitgliederversammlung, von verschiedenen Maßnahmen berichten, die im vergangenen Jahr vor allem mit der finanziellen Hilfe der annähernd 900 Mitglieder des Vereins realisiert werden konnten. Im Einzelnen konnte so das 1. Hessische Luftrettungssymposium im März 2009 in Kassel veranstaltet werden, an dem rund 150 Notfallmediziner aus ganz Hessen teilnahmen und sich auf zahlreichen Gebieten der Notfallmedizin fortbildeten. Hochkarätige  Referenten aus dem gesamten Bundesgebiet konnten -Dank der finanziellen Unterstützung des Förder-vereins- hierfür gewonnen werden und sorgten für eine höchst aktuelle Weiterbildung. Aber auch für spezielle Schulungen sorgte der Förderverein für die erforderlichen Mittel: ob für die Schulung zur Rettung Schwerstverletzter nach internationalen Standards oder aber in der Eis- und Wasserrettung, mit den Mitteln des Vereins mussten die Mediziner nur ihr Interesse und ihre Zeit einbringen, nicht aber die Kursgebühren. Auch die Anschaffung einer speziellen Bohrmaschine für die Notfallversorgung bei Kindern war erst Dank der großzügigen Spende eines Kasseler Unternehmers möglich.  

Neben dieser unterstützenden Tätigkeit, beteiligten sich die rund 20 aktiven Mitglieder im Rahmen einer engagierten Öffentlichkeitsarbeit  an der umfassenden Information der Bevölkerung über die Luftrettung in Nordhessen. Im Rahmen von rund 20 Veranstaltungen, vom Feuerwehrjubiläum bis zur medizinischen Fachmesse, berichteten die ehrenamtlich Tätigen von den Möglichkeiten und Einschränkungen der Luftrettung und schlugen somit die Brücke zwischen der Bevölkerung und den professionellen Luftrettungskräften. Unterstützung bei dieser Arbeit fand der Förderverein vor allem bei den Feuerwehren, den Hilfsorganisationen, dem Roten Kreuz Krankenhaus in Kassel und den zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern, die durch ihre Mitgliedschaft die Arbeit des Vereins erst möglich machen.  Rund 30 Feuerwehren aus Nordhessen, 20 Hilfsorganisationen und 15 Firmen bilden mit ihren  Mitgliedern mittlerweile das Rückrat des Vereins – vor allem ideell. Horst Klinge, Pressesprecher des Bezirksfeuerwehrverbands überbrachte somit auch die Grüße der 1000 Feuerwehren, die durch den Beitritt des Bezirksverbands nunmehr auch als Mitglieder hinter der Arbeit der Luftrettungsteams stünden. Aber auch präventiv war der Verein im letzten Jahr tätig. So beteiligten sich die Luftretter, mit Infomobil und Rettungshubschrauber, auf Einladung der Autobahnpolizei Baunatal an der Ferienauftaktveranstaltung unter dem Motto „Sicher in den Urlaub“ am Autobahn-Rasthof Kassel. Hier galt es, den Reisenden neben Gesundheitstips vor allem Ratschläge für einen sicheren Urlaub mit auf den weg zu geben. Vom Blutdruckmessen bis zum Fahrradhelm – viele Reisende nahmen sich die Zeit, um besser und sicherer ans Urlaubsziel zu kommen. Die Veranstaltung, die auch vom Hessischen Innenminister Bouffier besucht und gewürdigt wurde, war ein so großer Erfolg, dass auch in diesem Jahr Polizisten und Luftretter wieder am Urlaubsbeginn zusammenarbeiten wollen. Uwe Baumert, Schatzmeister und zuständig für die Mitgliederverwaltung, berichtete von einer konstanten, wenn auch langsamen Steigerung der Mitgliederzahlen. Da der Verein keine aggressive Mitgliederwerbung betreibe, würden die Mitgliederzahlen nur langsam steigen. Da der Verein aber in 2 Jahren sein 10jähriges Bestehen feiern wird, möchte man bis dahin gern das eintausendste Mitglied begrüßen wollen. Bei einem Mindest-jahresbeitrag von 10 €uro sicher kein unerreichbares Ziel. Im Anschluss an den Tätigkeitsbericht und den Darstellung des Finanzhaushaltes des Vereins erfolgte die einstimmige Entlastung des Vorstands.

Mit den Vorstandswahlen erreichte die Veranstaltung dann einen weiteren Höhepunkt. 12 Jahre nach seiner Pensionierung als Einsatzpilot im damaligen „Bundesgrenzschutz“ verabschiedete sich Polizeioberkommissar i.R. Dietrich Ulfig im Alter von 72 Jahren aus der aktiven Arbeit im Vorstand des Vereins. Mit Rührung fasste Notarzt und Vorsitzender Peter Stahl das fliegerische Lebenswerk von Dietrich Ulfig zusammen, der noch im Ruhestand durch seine Mitarbeit im Vorstand des Vereins bekundet habe, welche Bedeutung die Luftrettung für ihn hatte. Stahl, der selbst noch mit Ulfig viele dutzend Einsätze geflogen war, beschrieb – neben der fliegerischen Leistung – vor allem das immense Geschichts- und geographische Wissen Ulfigs. So waren beide noch vor der offiziellen Grenzöffnung im ersten Rettungseinsatz in der damaligen DDR, um einen verunglückten Kasseler aus dem Krankenhaus in Schmalkalden zurückzuholen. Der Vorbeiflug an der Wartburg in Eisenach war damals ein besonders beeindruckendes Erlebnis.

Während alle Vorstandsmitglieder erneut in ihren Ämter bestetigt wurden (Uwe Baumert als Schatzmeister, Peter Keim als stellvertretender Vorsitzender und Franz-Josef Becker als Schriftführer) löst der 53 jährige Hans-Dieter Bohlander als Beisitzer Dietrich Ulfig ab. Bohlander selbst ist leitender Hubschrauberrettungsassistent und seit 29 Jahren auf „Christoph 7“ im Einsatz. Er komplettiert somit den Kreis der Vorstandsmitglieder, von denen weiterhin drei Mann aktive Luftretter sind.

Mit einem kurzen Ausblick auf die Arbeit und anstehende Projekte im neuen Jahr schloss die offizielle Veranstaltung.  

Förderverein der Luftrettungsstation „Christoph 7“ Kassel e.V.

c/o Rotes Kreuz Krankenhaus,

Hansteinstr. 29, D - 34121 Kassel

info@christoph7-kassel.de; homepage: www.christoph7-kassel.de

 

Ziele der Vereinsarbeit:

u.a.

Unterstützung der Arbeit der Luftrettungsstation „Christoph 7“ Kassel durch

·         Finanzierung von Aus- und Fortbildungsmaßnahmen sowie Studienprojekten

·         Organisation und Durchführung von Öffentlichkeitsveranstaltungen

·         Beschaffung von Einsatzbekleidung, Fortbildungsliteratur, im Einzelfall auch von Notfallmedizinischer Ausrüstung

·         Förderung der Zusammenarbeit aller, im Rettungsdienst tätigen Organisationen und Einsatzkräfte 

       Mitgliedsbeitrag: mind. 10 €/ Jahr

 
 

Protokoll der Mitgliederversammlung

 

Presseartikel der HNA – Ausgabe Kassel und Ahne, Espe und Fulda vom 20.04.2010

 
 

 

 
 
 

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