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Oldies but Goldies
 

Etwas flapsig ist dieser neu-deutsche Spruch schon. Aber eigentlich trifft er doch ganz gut den Kern des Ganzen. Denn da nun schon die vierte Generation von Rettungsassistenten des Deutschen Roten Kreuzes Kassel-Stadt (heute Rettungsdienst Kassel-Wolfhagen gGmbH) ihren Dienst auf dem Rettungshubschrauber „Christoph 7“  versieht, war es endgültig Zeit, sich einmal an die Männer zu erinnern, die man getrost als „Pioniere der ersten Stunde“ bezeichnen kann.

 

 

Eigentlich war es dafür schon ein wenig spät dafür. Denn als Dieter Rohrbach, einer der pensionierten Luftretter, und Peter Stahl, auch schon seit 20 Jahren als Notarzt mit „Christoph 7“ unterwegs, die Idee für ein erstes Treffen mit den ehemaligen Kollegen hatten, waren inzwischen schon sieben von ihnen verstorben.

Dass nun 9 der früheren „Sanis“ der Einladung zu einem ersten Treffen folgten, freute alle sehr. Zum einen, die Initiatoren, zum anderen aber auch die Senioren selbst, die sich seit vielen, vielen Jahren überhaupt wieder einmal trafen. Nach einer kurzen Begrüßung durch Dieter Rohrbach und Dr. Thomas Köhler, derzeitiger leitender Hubschrauberarzt, folgte bei Kaffee und Kuchen eine erste Kontaktaufnahme. Lebhaft wurde von damals und heute erzählt und manche Geschichte weckte dabei lebhafte Erinnerung an alte Zeiten. Peter Stahl, als Mitinitiator, überbrachte die Grüße des Fördervereins der Luftrettungsstation und illustrierte seinen Bericht über die heutige Rettungs-Crew und den derzeitigen Hubschrauber mit zahlreichen Bildern. Danach präsentierte Dieter Rohrbach mit einem Zusammenschnitt, von inzwischen digitalisierten Super 8 Bildaufnahmen, des Kasseler Rettungsdienstes aus den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, die heute wohl eine Rarität darstellen dürften. Danach blieb noch Zeit für einen regen Informationsaustausch untereinander bevor die kleine Sitzung am frühen Abend schloss. Natürlich nicht, ohne sich für ein weiteres Mal zu verabreden.

Denn das Interesse am Austausch konnte mit dieser Auftaktveranstaltung bei allen Beteiligten geweckt werden. Dabei wurde eines klar: ein Wiedersehen in Form eines regelmäßigen „Stammtisches“ wird hierfür den richtigen Rahmen bieten. Und so wird wohl im Sommer der Wunsch eines Ehemaligen problemlos zu erfüllen sein: nämlich im Flugsimulator des Fördervereins einmal auf die „andere“ Seite rutschen zu können. Als Pilot eines Rettungshubschraubers nämlich.

 
 

 
 
 
 

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© Christian Davin